ÜBER DAS PROJEKT

Was ist eine Bürgerkonferenz?

Eine Bürgerkonferenz ermöglicht die direkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der öffentlichen und politischen Diskussion zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Sie orientiert sich an dem Modell der dänischen Konsensus-Konferenzen. Eine Gruppe von zufällig ausgewählten Bürgern erarbeitet ehrenamtlich mit der Unterstützung eines erfahrenen Moderators eine Stellungnahme zu einem gesellschaftlich wichtigen Thema. Zu diesem Prozess der Meinungsbildung gehört eine Befragung von Sachverständigen sowie die Erarbeitung einer Stellungnahme.

Für "Meeting of Minds" hatten Dr. Antje Grobe und Milena Riede von der Stiftung Risiko-Dialog, St. Gallen / Schweiz die Moderation für die deutsche Bürgergruppe übernommen.
www.risiko-dialog.ch

Die Europäische Bürgerkonferenz verlief in vier Phasen:

20.-22.05.2005: Erstes Vorbereitungswochenende im Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Die Bürgerinnen und Bürger lernten sich kennen und erhielten eine leicht verständliche und kompetente Einführung in die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte der Hirnforschung.

03.-05.06.2005: Erstes europäisches Treffen in Brüssel
Die Bürgerinnen und Bürger aus allen beteiligten Ländern lernten sich kennen und erweiterten ihr Wissen über die Hirnforschung. Dabei wurden die gesellschaftlich relevanten Bereiche der Hirnforschung auf bestimmte Themen und Fragen begrenzt, die dann bei den folgenden nationalen Treffen näher beleuchtet wrden.

02.-04.09.2005 und 25.-27.11.2005: Zweites und drittes Nationales Treffen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Die Bürgerinnen und Bürger erarbeiten einen Fragenkatalog für die öffentliche Expertenanhörung und befragen dann die geladenen Sachverständigen zu den medizinischen, ethischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten der Hirnforschung. Die Ergebnisse dieser Diskussion präsentierten sie im Anschluss der Öffentlichkeit.

20.-23.01.2006: Abschließendes europäisches Treffen
Alle Bürgergruppen erarbeiteten anhand der Ergebnisse der vorangegangenen nationalen Beratungen Übereinstimmungen und Kontroversen in der Bewertung der Hirnforschung. Abschließend wurde eine Empfehlung zur Entwicklung der Forschung auf dem Gebiet der Hirnforschung formuliert. Diese Stellungnahme wurde Vertretern der europäischen Politik und Wissenschaft sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wer förderte die Europäische Bürgerkonferenz?

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Kommission, der belgischen König-Baudouin-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert.

Der wissenschaftliche Beirat

Der wissenschaftliche Beirat der Bürgerkonferenz ist ein unabhängiges Gremium, dem die wichtige Aufgabe zukam, die Projektmitarbeiter/innen in ihren Grundsatzentscheidungen zu beraten sowie das methodische Verfahren zu begleiten. Folgende Wissenschaftler konnten wir für den wissenschaftlichen Beirat gewinnen:

Wer organisierte die Europäische Bürgerkonferenz?

Eine Gruppe mit Vertretern aus Museen (u.a. das Deutsche Hygiene-Museum), Stiftungen, Universitäten und Einrichtungen der Technikfolgenabschätzung aus den neun beteiligten Ländern hat das Vorhaben vorbereitet und koordinierte die Durchführung:

Warum gehörte das Deutsche Hygiene-Museum Dresden zu den Veranstaltern der Bürgerkonferenz?

Das Deutsche Hygiene-Museum versteht sich als Museum vom Menschen und beleuchtet in seinen Ausstellungen immer wieder aktuelle Fragestellungen, die den Menschen in unserer Zeit berühren. Die moderne Hirnforschung war im Jahr 2001 Thema einer Sonderausstellung. Der Themenraum "Erinnern Denken Lernen" in der Dauerausstellung greift aktuelle Probleme der Hirnforschung auf. Bereits 2001 hat das Museum die erste bundesweite Bürgerkonferenz zur Gendiagnostik durchgeführt.