Tagung
20. - 23. Januar 2006
Meeting of Minds - 2nd European Citizens' Convention on Brains ResearchAbschlussdiskussion der 123 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun europäischen Ländern in Brüssel
mit anschließender Präsentation der Ergebnisse im Europäischen Parlament am 23. Januar 2006
Programm
25. – 27. November 2005
Tagung: „Meeting of Minds” – Europäische Bürgerkonferenz zur HirnforschungDiskussion zwischen Bürgern und Sachverständigen sowie die Präsentation der deutschen Ergebnisse des EU-Projekts
Programm
Vorträge
29. November, 20 Uhr, Café Lingner
Science-Café
„Was ich weiß, macht uns heiß – Wissenschaft und Verantwortung“
Im Gespräch mit dem Publikum:
Prof. Dr. Wolfgang Donsbach, Institut für Kommunikationswissenschaft, TU Dresden
Prof. Dr. Jost Halfmann, Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung, TU Dresden
Prof. Dr. Anthony Hyman, Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden
Eine Kooperation des Deutschen Hygiene-Museums mit dem "Dresdner Forum on Science & Society" am Max-Planck Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden im Rahmen von "Meeting of Minds".
7. November 2005, 19.00 Uhr
Neuronale Prozesse und Geistesarbeit. Was die Bilderwelten des Gehirns offen lassen.
Prof. Dr. Michael Hagner, ETH Zürich, Professur für Wissenschaftsforschung
Martha-Fraenkel-Saal
Die Frage, wie unser Gehirn arbeitet und wie neuronale Prozesse vonstatten gehen, beschäftigt die Wissenschaft schon seit langem. Gegenwärtig versucht die Hirnforschung dem Denken und Verhalten mit Hilfe von Neuroimaging auf die Spur zu kommen. Prof. Hagner untersucht die Geschichte der modernen Hirnforschung und argumentiert, dass die Debatten über die Existenz des freien Willens oder die Lokalisierung von Religiosität, Kreativität und Kriminalität im Gehirn vor ihrem historischen Hintergrund sehr viel gelassener betrachtet und präziser eingeordnet werden können.
Am Beispiel der Elitegehirnforschung zeigt er auf, dass Gehirne nicht einfach nur wissenschaftliche Untersuchungsobjekte sind, sondern kulturelle Gegenstände, die über diejenigen modernen Gesellschaften Auskunft geben können, in denen sie erforscht werden.
1. September 2005, 19.00 Uhr
Martha-Fraenkel-Saal
Wie sieht die Wahre Liebe aus? Gefühle und Emotionen unter dem Hirn-Scanner
Patrick Becker, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung, Universität Bielefeld
Seit einigen Jahren verfolgt die Neurowissenschaft ein ambitioniertes Programm: die Erforschung des „sozialen“ oder „emotionalen“ Gehirns. Die Wissenschaftler hoffen, so die biologischen Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens und dessen Emotionalität zu entdecken. Mit Hilfe spezieller Methoden wird sichtbar gemacht, welche Regionen des Gehirns zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sind und es entstehen computergenerierte mathematische Bilder des Gehirns.
Einige Wissenschaftler nehmen an, dass diese Hirnbilder mentale Prozesse, die im Menschen vorgehen, mimetisch abbilden. Das würde letztendlich bedeuten, dass sich alle Zustände des Geistes – Emotionen, Bewusstsein, freier Wille – auf neuronale Aktivitäten des Gehirns reduzieren lassen. Andere Wissenschaftler widersprechen dieser Auffassung und betonen, dass die Hirnbilder immer nur neuronale Aktivitäten repräsentieren und somit keine Ursachen von mentalen Prozessen zeigen können.
12. Juli 2005
Science-Café
„Bin ich mein Gehirn? – Hirnforschung und Menschenbild“
Im Gespräch mit dem Publikum:
Prof. Dr. Wieland Huttner, Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
Prof. Dr. Jochen Oehler, Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus, AG Neurobiologie, TU Dresden
PD Dr. Theda Rehbock, Institut für Philosophie, TU Dresden
Eine Kooperation des Deutsche Hygiene-Museums mit dem "Dresdner Forum on Science & Society" am Max-Planck Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden im Rahmen von "Meeting of Minds".


